Neue Kindergitarre „Milan“ fertig

Ich habe eine neue Gitarre fertiggestellt.

Diesmal handelt es sich um eine speziell für Kinder.

Sie hat etwa 2/3  der Größe einer „normalen“ Gitarre und ist (selbstverständlich) selbst designed.

Hier geht es zur Galerie: https://thguitars.wordpress.com/rund-um-den-e-gitarren-bau/gallerie/milan-kindergitarre/

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Reparatur einer Tune-O-Matic-Bridge

Letztens ist mir ein Malheur passiert: Ich habe die Oktavreinheit meiner Gitarre neu einstellen wollen und beim Drehen einer Schraube nicht aufgepasst. Die Schraube ließ sich eh schwer drehen und ich deshalb habe ich nicht bemerkt, dass ich bereits am Ende angekommen war. Ein bisschen mehr Kraft und – krack- der Schraubenkopf war abgedreht.

Nun habe ich im Internet schnell nach Ersatzschrauben gesucht, wurde aber nicht fündig.eine neue Bridge für 60 Euro war mir zu teuer.

Deshalb habe ich mir die Schraube abgeschaut und vermessen und bin in den immer gut sortierten Eisenwarenladen gegangen. Dort habe ich für ein paar Cent ein paar Schrauben und dazugehörige Muttern erstanden. Dann ging es zurück in die Werkstatt.

Dort wurde die Schraube zunächst auf Länge gebracht.

Danach habe ich einige der Muttern auf die Schraube geschraubt und in meine Standbohrmaschine eingespannt. Ein kurzer Test, ob sich die Schraube zentriert dreht und es konte losgehen. Das Tischchen wurde soweit hochgestellt, dass die aufgelegte Vierkantfeile genausoviel wegnimmt, wie ich brauchte.

Fräsen Führungsstift

Fräsen Führungsstift

Zwischendurch wurde immer wieder gemessen, ob ich die Enddicke des Führungsstiftes erreicht hatte. Das Ganze ging in ca. 3 Minuten erstaunlich schnell und sauber von der Bühne. Auch ein Test durch Einstecken in der Brücke sah gut aus.

Nun fehlte noch der Schlitz knapp unterhalb des Schraubenkopfes, mit dem die Schraube durch einen Ringe am Herausrutschen gesichert wird.

Dies habe ich auf die gleiche Art und Weise gemacht, nur dass vorher eine Mutter um etwa die Hälfte ihrer Dicke gefeilt wurde. Dann konnte das Ganze wieder eingespannt werden und diesmal mit dem Blatt meiner Bundschlitzsäge eingekerbt.

Sägen oberer Fixierungsschlitz

Sägen oberer Fixierungsschlitz

Noch ein bisschen Entrgraten…

… und so sieht die Schraube danach aus:

Fertige Brückenschraube

Fertige Brückenschraube

Hier noch die Bilder der Einzelteile der Brücke und wie es wieder zusammengebaut ausschaut.

Einzelteile Brückenreiter

Einzelteile Brückenreiter

Fertig zusammengebaute Brücke

Fertig zusammengebaute Brücke

Der Schraubenkopf der Ersatzschraube ist zwar etwas abweichend in der Optik, aber das sieht man erst auf den zweiten Blick.

Dafür ist die neue Schraube weitaus strapazierfähiger und leichtläufiger, als die Originalteile!

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Ehrenrunde und Abschluss der Restaurierung

Nach dem Abrichten der Bünde wurde das Klebeband zum Schutz des Griffbretts abgezogen und … *Schock!* das Klebeband hat große Teile des eh schon mitgenommenen Lacks mitgenommen.

Lackabplatzer_Klebeband

Da hilft nur eins: Abschleifen und neu lackieren. Naja, es soll ja auch annehmbar aussehen. Und lernen kann man dabei acuh wieder.

Als Lack wurde Nitrolack aus der Dose genommen (Baumarkt).

Nachdem der Lack einige Tage durchgetrocknet war, dann die Feinarbeit mit Anschleifen und Polieren.


 

Es ist vollbracht!
Das Griffbrett wurde abgeschliffen und neu lackiert, die Elektronik verdrahtet und alles wieder zusammengebaut.
Pickuphöhe werde ich im Proberaum einstellen, mein einziges Kabel für den Verstärker zu Hause hat leider einen Kabelbruch und ich habe im Moment keinen Nerv, das zu fixen, zumal es ein Spiralkabel ist. Ist auch schon 20 jahre alt, da kann mal ein Neues her…
Unter Verrenkungen, die in keinem Yogabuch zu finden sind, habe ich trotzdem ein paar Töne aus dem Lautsprecher bekommen und durch das neue Setup der Elektronik habe ich eine schöne Klanvielfalt erhalten. Mal sehen, wie sich das mit nem Röhrenamp verhält, ich bin schon total gespannt.

So sieht die „neue“ Fender jetzt aus, leider hatte ich gestern nicht viel Zeit und konnte nur schnell mal ein Bild machen.
Fazit: Ich bin zufrieden und habe wieder viele Fehler ge… äh … gelernt  🙂

Fertig_1

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Fortschritte der Restaurierungsarbeiten

Ups, gestern fiel mir auf, ich mache und tue und liefere gar keine Updates über den Restaurierungsfortschritt…
Also: Der Hals ist neu bundiert und die Bünde abgerichtet. Das feinere Verrunden muss noch gemacht werden, ebenso das Polieren.
Aber im derzeitigen Status kann man immerhin schon schnell über die Halsseiten gehen, ohne sich zu verletzen.

Hals_bundiert

Dann habe ich mich an das neue Schlagbrett gemacht. Gestern abend hatte ich viel Zeit und mich dem Bohren der Löcher nebst Versenkungen gewidmet.
Anprobe sieht gut aus. Jetzt fehlt noch das Entgraten und die Kanten glatt machen, damit es schöner aussieht.
Hier mal das (nachträglich schwarz lackierte) Originalbrett und rechts daneben das neue mit der Humbuckeröffnung.
Ich war ja sehr erstaunt, wieviele verschiedene Bohre ich brauchte, um halbwegs die Löcher wie im Original hinzukriegen!

Schlagbretter

Das abgebrochene Stück direkt an der Halstasche ist wieder angeklebt.
Das folgende Bild zeigt den reparierten Korpus mit angeschraubtem Schlagbrett für die Anproben des neuen Schlagbretts.

Korpus_auseinandergebaut

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Einpressen der Bünde mit Bundpresse

Ich bin tatsächlich dazu gekommen.

Die Bundpresse (oder Bundierpresse) ist fertig.

So sieht sieht aus:

Bundierpresse_gesamt

Fertige Bundpresse

Ich habe sie dann gestern abend auch gleich ausprobiert, nachdem ich die restlichen Bünde entfernt habe.

Mein Fazit: Ich bin restlos begeistert!!! Ich konnte fast gar nicht mehr aufhören zu pressen 😉

Ich werde nie mehr kloppen, nur noch pressen! 🙂

Bundierpresse_in_aktion

Bundpresse in Aktion

Eingepresste_Buende

Eingepresste Bünde

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Auffrischen einer alten Liebe (Stratocaster)

Hi,

ich habe mich entschlossen, meine erste Gitarre aufzumöbeln. Die alte Dame hat es wirklich verdient, nachdem sie mich nun schon gut 22 Jahre (!) durch Dick und Dünn begleitet hat.
Ich gebe zu, ich habe sie vernachlässigt und gequält. Und es tut mir sehr leid.
Deshalb soll sie eine Frischzellenkur bekommen.

By the way: Es scheint sich hierbei um eine Fälschung zu handeln. Laut Seriennummer ist es ein japanischer Nachbau, aber in einem Forum wurde das aufgrund des „ungewöhnlichen“ Halsaufbaus angezweifelt. Ich glaube dem mal, zumal ich es nicht besser weiß.

Folgendes soll gemacht werden:

  • Neue Bundierung
  • Neues Schlagbrett aber in alter Optik
  • Bessere Abschirmung der Elektronik (oder überhaupt mal eine :-))
  • Einbau zweier SingleCoils (die die original dabei waren)
  • Versetzen des Humbuckers in die Mitte oder Halsposition
  • Putzen und neue Saiten
  • evtl. Kitten des Risses am Korpus an der Halstasche

Hier noch ein paar Bilder, so wie es jetzt aussieht:

Fender_alt_6 Fender_alt_5 Fender_alt_4 Fender_alt_3 Fender_alt_2 Fender_alt_1 Fender_alt_7

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Umsetzung am Instrument Zebra

Es ist vollbracht!

Mein Eigenbau „Zebra“ ist um das Feature „Verschiebbarer Pickup“ erweitert worden.

Erste Tests haben mich nicht enttäuscht. Man kann den Pickup sogar ohne nennenswerte Störgeräusche während des Spielens verschieben. Aber Sinn macht das derzeit nicht, denn ich habe bei diesem Prototypen noch keine Höhenkompensation eingebaut. Das könnte aber später kommen, vielleicht bei einer anderen Gitarre…

Ansonsten ist er wie gewohnt höhenverstellbar und kann stufenlos über zwei Schrauben fixiert werden.

Zum Klangeffekt: Man kann durch das Verschieben die Wärme des Gesamtklangs einstellen. Zum Hals hin kommen die Bässe und Mitten zum Tragen, weiter zum Brücken-Pickup hin, nehmen sie ab und die Höhen gewinnen mehr und mehr die Oberhand.

Derzeit habe ich etwa die Mittelposition gewählt, die bei meiner Gitarren-/Amp-/Boxen-Kombination eine feinere Abstimmung zwischen Rhythm und Lead-Modus erlaubt.

Ich bereue es nicht!

Hier einige Bilder (leider nur in schlechter Handyqualität):

Pickup in Brücken-Position

Pickup in Brücken-Position

Pickup in Hals-Position

Pickup in Hals-Position

Pickup in Mittel-Position

Pickup in Mittel-Position

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Prototyp der Pickup-Tasche Version 2

Ich habe das Design geändert.

Grund: Ich wollte weniger Aufwand in die Erstellung der Pickup-Tasche stecken. Stattdessen habe ich die Arbeit auf den Pickup-Rahmen verlagert. Damit wird auch das Risiko bei der Erstellung der Führung auf ein kleines, leicht austauschbares Modul verlagert. Wenn es mal nicht mehr gefällt oder ein Fehler passiert, dann ist nicht gleich die ganze Gitarre hin. Des Weiteren kann man viel exakter arbeiten, weil man besser an die Oberflächen herankommt.

Ich habe also zwei kleine Buchenstreifen ausgesägt und damit die bisherigen Führungsnuten verschlossen. Nicht schön, aber effektiv. Und eine schöne Fingerübung dazu.

Statt die Führung also der Pickuptasche mit extra Nuten zu überlassen, bleiben deren Ränder plan und der Rahmen erhält die Führungseigenschaften.

Ich habe zudem die Grundplatte fertig gestellt, inklusive geschnittenen Innengewinden. Auf die passenden Schrauben warte ich noch.

Ich habe übrigens auch für die Grundplatte bereits eine Idee, noch materialsparender zu arbeiten, mal sehen, ob ich das als Alternative noch ausprobiere.

Hier einige Eindrücke des derzeitigen Stands:

Unterseite Pickup-Rahmen für neue Version der Tasche

Unterseite Pickup-Rahmen für neue Version der Tasche

Eingelegter Rahmen mit Bodenplatte für neues Taschenformat

Eingelegter Rahmen mit Bodenplatte für neues Taschenformat

Eingelegter Rahmen mit Bodenplatte und Höhenverstellschrauben für neues Taschenformat

Eingelegter Rahmen mit Bodenplatte und Höhenverstellschrauben für neues Taschenformat

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Prototyp der Pickup-Tasche

Ich habe mich dazu entschlossen, die ersten Konstruktionsversuche lieber nicht an der Gitarre durchzuführen ;-).

Stattdessen habe ich einen Prototypen gebaut, der die berechneten Dimensionen und Fräsungen der Pickup-Tasche wiedergibt.

Wie in der Skizze des vorherigen Beitrags zu sehen, wurde oben eine Führung für den Rahmen gefräst. Leider habe ich einen Denkfehler beim Einstellen des Fräskopfes bzw. der Führungsschiene gemacht, deshalb ist die Führung rechts und links 2mm zu breit geworden, aber dafür macht man ja Prototypen. 🙂

Weiter unten in der „Tasche“ habe ich die Führungen für die Grundplatte eingesägt.

Die Grundplatte ist bei mir ein 1mm starkes Alublech, ich hoffe, dass das später dort hineingeschnittene Gewinde auch standhält. Falls nicht, wird halt Stahlblech genommen. Ich versuche es trotzdem mit Alu, weil es leichter zu bearbeiten ist.

So sieht das Ganze nach dem Verleimen aus:

Fertiger Prototyp der späteren Pickup-Tasche mit aufgelegtem Pickup-Rahmen

Fertiger Prototyp der späteren Pickup-Tasche mit aufgelegtem Pickup-Rahmen

Die Hölzer des Rahmens sind etwas dilletantisch gefügt, aber mir geht es primär um die Machbarkeit. Hauptsache, die Innenmaße stimmen und das Ganze ist rechtwinklig.

Als Nächstes wird die Grundplatte gefertigt und noch die Schraubenlöcher im Pickup-Rahmen gebohrt.

Und dann kann man schonmal probieren. Mir fehlen nur noch die passenden Schrauben…

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Fertigung des speziellen Pickup-Rahmens

Für meine Umsetzung eines verschiebbaren Pickups benötige ich einen extra breiten Pickup-Rahmen.

Eigentlich wollte ich einen aus Palisander nehmen, da die dunkle Farbe eher das Schwarz des vorhandenen Plastikrahmens trifft, aber da ich ersteinmal eine Machbarkeit testen will (und das Palisanderholz leider WEIT unter dem Mindestbestellwert von 9 EUR liegt 🙂 ), habe ich mir ein Stück Restholz aus Mahagoni genommen, welches dann evtl gebeizt wird. Oder ich mache den Rahmen später noch aus Palisander…

Der Rohling wurde mit der Handsäge grob aus dem Klotz ausgesägt, danach per Säge und Hobel auf Außenmaß gebracht.

Der Rohling des Pickuprahmens, auf Außenmaße gebracht

Der Rohling des Pickuprahmens, auf Außenmaße gebracht

Zum Schluss wurde mit der Raubank der Winkel angebracht.

Der Rohling des Pickuprahmens, auf korrekten Winkel gehobelt

Der Rohling des Pickuprahmens, auf korrekten Winkel gehobelt

Da der Rahmen später leicht versenkt wird, wurde er um diese Tiefe stärker gefertigt. Bei dem Holz ist das von Vorteil, da es so stabiler wird.

Jetzt wurde der Innenrahmen angezeichnet und mit der Laubsäge grob ausgesägt. Anschließend erfolgten die Feinarbeiten mit Feilsäge, und diversen kleinen Feilen.

Als Abschluss wurden die Kanten und Ecken noch gerundet.

Und so sieht es bisher aus:

Fertig auf Maß gebrachter und an Pickupkappe angepasster Pickuprahmen

Fertig auf Maß gebrachter und an Pickupkappe angepasster Pickuprahmen

Seitenansicht des Rahmens

Seitenansicht des Rahmens

Die Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen. Es fehlen noch die Löcher für die Schrauben und ich möchte gerne noch ein paar Designakzente setzen.

Aber ich denke, das hebe ich mir für später auf.

Als nächstes werde ich den Protypen des Korpus‘ in Angriff nehmen, die Gitarre brauche ich morgen 😉

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